CAS E-Commerce und Online Marketing an der FHNW – Teil 1

CAS E-Commerce und Online Marketing an der FHNW – Teil 1

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Nun stehe ich also auch auf der Teilnehmerliste des erlauchten Kreises der FHNW-Studenten. Warum ich das mache, lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Refresh you skills. Bildung ist ein teurer Spass, aber ehrlich gesagt ärgere ich mich ein wenig, dass ich nicht schon viel früher bei der FHNW studiert habe.

Der erste Block zum CAS E-Commerce und Online Marketing bei der FHNW liegt nun ein paar Tage zurück und hinterlässt einen sehr guten Eindruck auf mich. Die Teilnehmer kommen aus ebenso unterschiedlichen Beweggründen wie sie Branchen repräsentieren. Für den Einzelnen kann das nur gewinnbringend sein, sofern untereinander ein entsprechender Austausch stattfindet. Insgesamt zeichnet sich die Atmosphäre unter den Studierenden durch unkompliziertes, freundschaftliches und interessantes Miteinander aus.

Nun, lieber spät als nie, denn jetzt ist für mich der ideale Zeitpunkt dazu gekommen. Nachdem ich nun also nach dem Ritt auf meinem Steckenpferd wieder zur Landung angesetzt habe, rudere ich zurück zu meinen Wurzeln. Die Welt aus Medien und Marketing hat mich wieder! Hallo alte, neue Welt. Nachdem ich nun schon seit 1999 in der Welt der digitalen Medien unterwegs bin und mich bis ins Jahr 2007 – vor meinem Ausflug in die Fliegerei – problemlos als Generalist durchgeschlagen habe, muss ich erkennen, dass es Generalisten der Medienwelt heute sehr schwer haben. Die Tendenz geht zum Spezialisten, der sich auf Teilbereiche des Ganzen konzentriert. Und wenn ich den Wiedereinstieg in die Branche finden möchte, dann spezialisiere ich mich nun ebenfalls. Und bei der FHNW bin ich meines Erachtens nach, mit meinem Vorhaben bestens aufgehoben.

Der CAS E-Commerce und Online Marketing (FH) findet in sechs Blöcken zwischen dem 14. September und dem 01. Dezember 2011 statt. Durch die Bologna-Reform sammelt man dabei 15 ECTS – Punkte ein. Inhaltlich ist ein straffes Programm angesetzt und umfasst die Themenschwerpunkte

  1. Internet-Strategie (auch E-Business)
  2. Online Marketing-Strategie
  3. E-Mail und Newsletter-Marketing
  4. Website- / Shop-Usability
  5. Webanalyse
  6. Social Media
  7. Online Content Management
  8. Suchmaschinenmarketing: SEM, SEA und SEO
  9. E-Commerce-Vertriebskanäle inkl. M-Commerce
  10. Online-Werbung und Online-Werbemarkt
  11. Recht im E-Commerce zum rechtskonformen Aufbau eines E-Shops

Die Prüfung zum CeCC Consulant (Certified e-comtrust Consultant) ist ebenfalls Bestandteil des Kurses, so dass man sich nach Bestehen bei der e-comtrust zertifizieren lassen kann.

Lesen, Lernen, Projektarbeit

Eine Menge Programm für 15 Unterrichtstage, so dass man einige Freizeit einplanen muss, um für sich wirklich alles aus dem CAS herausholen zu können. Allerdings hat man dann den Praxistransfer noch nicht bedacht. Denn bereits vom ersten Tag an gilt es, Projektgruppen zu bilden, um am letzten Kurstag eine allumfassende Projektpräsentation abliefern zu können.

Nun, ist die Herausforderung beim Lernen oder bei dem Projekt zu sehen? Ich denke, dass muss jeder für sich entscheiden. Für mich sehe ich sie in dem Projekt. Das mag allerdings daran liegen, dass es sich meine Projektgruppe alles andere als einfach macht und eine sehr schwierige Projektarbeit in Angriff nimmt. Das kommt mir generell sehr entgegen, bin ich doch ein Freund von Herausforderungen. Problematisch wird es erst, wenn wir (fünf) unterschiedliche Charaktere einen Konsenz finden wollen. Idealismus trifft auf Realismus. Das ist erfahrungsgemäss immer eine schwierige Angelegenheit und zeigt auf, wie nahe der CAS an der Praxis aufgebaut ist. Das grosse Kunststück dürfte erstmal sein, ein gemeinsames Projektziel in Form eines gangbaren Businessmodels zu definieren. Der Rest ergibt sich dann mehr oder weniger von allein.

Die Dozenten. Oder wer ist das Who-is-Who in der Schweiz?

Unsere Dozentenliste liest sich wie das Who is Who der Schweizer Branche. Ich fühle mich inmitten des geballten, konzentrierten Know-How’s sehr gut aufgehoben. Abgesehen davon, kann man sich ein wirklich hochrangiges Netzwerk errichten.

Ich werde in den kommenden Blogbeiträgen noch alle nennen. Nun aber erstmal der erste Unterrichtsblock, welcher unter den Sternen folgender Dozenten stand:

Martina Dalla Vecchia
Diplom-Kauffrau, MA in European Marketing und 
Dozentin für E-Business und Online-Marketing, FHNW

Martina ist unsere sympathische und kompetente Kurs- und Studienleiterin und hat einen Fable für Social Media. Eine weitere ihrer ausgewiesenen Kernkompetenzen ist das Suchmaschinenmarketing (SEO, SEM). Neben ihren Fachgebieten moderiert Martina an diversen Kongressen und Grossgruppen und ist zudem Autorin im Bereich E-Business und Verhaltenstraining.
Jörg Eugster
Betriebsökonom FH und Executive MBA 
Inhaber der NetBusiness Consulting AG und CEO der OPAG Online Promotion AG

Jörg ist ein ausgesprochener Internet-Pionier und bringt äusserst viel praktische Erfahrung in den Kurs ein. Kein Wunder, denn er ist Gründer verschiedener Internet-Plattformen wie jobwinner.ch und partnerwinner.ch bzw. Mitbegründer von swissfriends.ch. Als Berater für E-Business-Strategien und Online-Marketing, ist Jörg Autor von “Wie fischt man Kunden aus dem Internet” und diversen Fachartikeln.
Manfred Bacher
Bachelor of Science in Communication, HWZ Zürich und Wirtschaftsinformatiker, Hochschule Wallis

Manfred war bis 2011 Business Unit Leiter des Bereichs E-Marketing bei
Unic, einem der führenden Schweizer Internetdienstleister. In den letzten Jahren widmete er sich insbesondere komplexen Projekten im Bereich Online Marketing mit den Schwerpunkten E-Mail Marketing, eCRM und Web Analytics.

“Hausaufgaben kenne ich noch von früher”

Wie schon weiter oben kurz erwähnt, kommt man ohne ‘Hausaufgaben’ nicht weit, so dass neben der Ausarbeitung von Projektaufgaben auch jede Menge Lesen und Lernen angesagt ist. An dieser Stelle möchte ich das Buch von Jörg Eugster gesondert hervorheben. Unter dem Titel “Wie fischt man Kunden aus dem Internet” (kurz: WiFiMaKu) geht sein Werk nun bald mit der neuen Septemer 2011 – Version in den Handel, um die 2000er Version mehr als umfassend zu ersetzen. Auf rund 340 Seiten geht Jörg mit seinen Co-Autoren auf alle relevanten Belange des Online-Marketings ein. Sehr lesens- und empfehlenswert wie ich finde.

Aber eben 340 Seiten lesen (und lernen) sich nicht von allein, so dass eine gesunde Portion Eigenmotivation von Vorteil ist. Gut, damit habe ich kein Problem. Da ist es schon eher meiner alter Weggefährte ‘Perfektionismus’, der immer mal gern vorbeischaut. Naja, ich kann damit umgehen. Die Sache mit der Selbsterkenntnis und dem Weg zur Besserung. Ihr kennt das …

So, das soll es jetzt erstmal gewesen sein. In zwei Tagen startet der zweite Block zur Usability, Webanalyse und Social Media. Ich freue mich auf die Dozenten Luzia Hafen, Beat Muttenzer und Daniel Ebneter. Von Letzterem habe ich bereits Referate zum Thema gehört und folge ihm schon länger via Twitter. Ich bin sicher, dass wir einen genialen Tag mit ihm haben werden (das schliesst die Tage mit Luzia Hafen und Beat Muttenzer übrigens nicht aus).

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine erfolgreiche Woche.

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